Omas Häuschen – Reform des Erbschaftsteuerrechts

Das Bundeskabinett hat am 11.12.2007 dem Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts zugestimmt. Eine politische Arbeitsgruppe unter gemeinsamer Leitung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch hatte die politischen Eckpunkte zur Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts vereinbart. Der nunmehr beschlossene Entwurf setzt diese politischen Vorgaben um; gleichzeitig folgt er dem Auftrag des Bundesverfassungsgerichts aus dessen Entscheidung vom 07.11.2006, eine realitätsgerechte Bewertung aller Vermögensarten vorzunehmen. Die Bewertung und die darauf beruhende Erbschaftsbesteuerung des Grundvermögens, des Betriebsvermögens, des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens sowie von nicht notierten Anteilen an Kapitalgesellschaften orientiert sich daher künftig am gemeinen Wert.
Auf dieser Grundlage garantieren erhöhte persönliche Freibeträge, dass es beim Übergang durchschnittlicher Vermögen und damit insbesondere von privat genutztem Wohneigentum bei Ehegatten, Kindern und Enkeln nicht zu einer erbschaftsteuerrechtlichen Belastung kommt. Außerdem gewährleisten an den Erhalt von Arbeitsplätzen geknüpfte Verschonungsregelungen für das Betriebsvermögen, dass die Unternehmensnachfolge insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen nicht gefährdet wird.
Das neue Erbschaftsteuerrecht soll im Frühjahr 2008 in Kraft treten. In Erbfällen kann mit Rückwirkung zum 01.01.2007 gewählt werden, ob altes oder neues Recht Anwendung finden soll, dies jedoch nur unter Beibehaltung des bisherigen Freibetrages.

Wichtige Änderungen im Überblick >>>



Speichern Öffnen Vergleich - Grundvermögen.pdf (19,23 kb)
Speichern Öffnen Vergleich - Kapitalvermögen.pdf (19,65 kb)
Speichern Öffnen Vergleich - hälftiges Grund- und Kapitalvermögen.pdf (19,31 kb)