Das neue Unterhaltsrecht - Unterhaltsrechtsreform 2008

Das Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts und damit die Reform des Unterhaltsrechts ist nunmehr zum 01.01.2008 in Kraft getreten. Rechtsanwalt Michael Klein, Fachanwalt für Familienrecht, erläutert in seinem Buch zum neuen Unterhaltsrecht die für die tägliche Anwaltspraxis wichtigsten Änderungen unter Einbeziehung der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes der letzten beiden Jahre, um die Fülle an neuen Regelungen übersichtlich und verständlich zu gestalten.

Die wichtigsten Themen

  • Die Förderung des Kindeswohls durch geänderte Rangfolge
  • Gleichbehandlung verheirateter und nichtverheirateter Eltern beim Betreuungsunterhalt
  • Die Stärkung der nacheheliche Eigenverantwortung
  • Die Vereinfachung des Unterhaltsrechts und Justizentlastung
  • Die Reichweite der Reform
Das neue Gesetz wird vor allem die Rechte von minderjährigen und privilegierten volljährigen Kindern stärken: Ihr Anspruch auf Unterhalt erhält Vorrang vor allen anderen Unterhaltsansprüchen. Alle kinderbetreuenden Eltern werden nach der neuen Reihenfolge im Gläubigerrang gleich behandelt. Das Reformgesetz verschärft die Eigenverantwortung nach der Ehe, begrenzt in vielen Fällen nacheheliche Unterhaltsansprüche nach Grund und Höhe und erhöht damit verbunden die Anforderungen an eine (Wieder-)Aufnahme der Erwerbstätigkeit nach der Scheidung.
Beispiele Musterberechnungen zeigen die Anwendung und die Auswirkungen des UÄndG 2008 insbesondere in Mangelfällen. Weitere Vorteile des Werks sind die Kommentierung der neuen Rechtsvorschriften zeitnah zu ihrem In-Kraft-Treten an Hand umfangreicher und praxisorientierter Erläuterungen sowie Beispielen und Musterberechnungen.

Die wesentlichen Änderungen im Unterhaltsrecht

1. Änderungen beim Kindesunterhalt
  • privilegierter Rang minderjähriger und privilegierter volljähriger Kinder im Mangelfall, § 1609 Nr. 1 BGB
  • Kein Abänderungsverfahren bei elterlicher Unterhaltsbestimmung, § 1612 Abs. 2 BGB
  • Mindestunterhalt in Höhe des Existenzminimums sowie Gleichsetzung der Höhe des Kindesunterhalts bezogen auf West- und Ostdeutschland, § 1612a BGB, demzufolge Wegfall der Regelbetrag-Verordnung
  • Anrechnung des Kindergeldes auf den Bedarf, § 1612b BGB
2. Änderungen beim Ehegattenunterhalt
  • Verschärfung des Grundsatzes der nachehelichen Eigenverantwortung, § 1569 BGB
  • Veränderung des Betreuungsunterhalts, § 1570 BGB
  • Erwerbstätigkeit als Obliegenheit und erhöhte Anforderungen an die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit, § 1574 Abs. 1 und 2 BGB
  • Begrenzungsmöglichkeit in Form einer einheitlichen Billigkeitsregelung für alle Unterhaltsansprüche, § 1578b BGB
  • Begrenzung des nachehelichen Unterhalts bei kurzer Ehedauer, § 1579 Nr.1 BGB
  • Begrenzung des Ehegattenunterhalts bei verfestigter Lebensgemeinschaft, § 1579 Nr. 2 BGB bzw. § 1361 Abs. 3 iVm § 1579 Nr. 2 BGB
  • Anwendung von § 1613 Abs.1 BGB auch für nachehelichen Unterhalt, § 1585b Abs. 2 BGB
  • Formzwang von Vereinbarungen über den nachehelichen Unterhalt vor Rechtskraft der Scheidung, § 1585c BGB
  • Wegfall von Betreuungsanschlußunterhalt, § 1586a BGB
  • Rangverschlechterung von Ehegatten, § 1609 Nr. 3 BGB
3. Verbesserung der Rechtsstellung Kinder betreuender, nicht miteinander verheirateter Eltern
  • Verbesserungen im Rang (§ 1609 Nr. 2 BGB)
  • Billigkeitsunterhalt ab Alter des Kindes von drei Jahren (§ 1615l BGB)


Das Buch zum neuen Unterhaltsrecht (Unterhaltsreform 2008)


 Michael Klein  Das neue Unterhaltsrecht
Michael Klein

Das neue Unterhaltsrecht 2008

Deutscher Anwaltverlag
1. Auflage 2008
240 Seiten, kartoniert
ISBN 9783824009183
Erscheinungstermin: 2007
42 €



Synopse UÄndG 2008
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